Holz oder Aluminium? Für das Tragwerk einer Terrassenüberdachung kommen fast nur diese beiden Materialien in Frage. Holz wirkt warm und natürlich, Aluminium ist schlank und wartungsfrei. Und wer sich für Holz entscheidet, fragt als Nächstes: welches Holz? Dieser Ratgeber beantwortet beides.

Welches Holz für die Terrassenüberdachung?

Für Holzüberdachungen der Terrasse wird meist Leimholz verwendet: Brettschichtholz aus verleimten Lamellen, meist Fichte. Es verzieht sich kaum, reißt weniger als Vollholz und lässt sich in großen Längen herstellen.

  • Fichte (Leimholz): günstig, formstabil, braucht aber einen deckenden Anstrich, weil sie von Natur aus wenig witterungsbeständig ist.
  • Lärche und Douglasie: harzreiche Nadelhölzer, von Natur aus dauerhafter, vergrauen unbehandelt silbern.
  • Kesseldruckimprägniertes Holz: gegen Pilze geschützt, für tragende Teile im Außenbereich geeignet, optisch grünlich oder bräunlich.

Für jedes Holz gilt: konstruktiver Holzschutz zuerst. Pfosten stehen auf Metallankern mit Abstand zum Boden, Hirnholz wird abgedeckt, Wasser darf nirgends stehen bleiben.

Holz und Aluminium im Vergleich

  • Pflege: Holz braucht alle paar Jahre einen neuen Anstrich oder eine Lasur. Pulverbeschichtetes Aluminium muss nur gereinigt werden.
  • Haltbarkeit: Aluminium rostet nicht und verzieht sich nicht. Holz hält bei guter Konstruktion ebenfalls lange, reagiert aber auf Feuchtigkeit.
  • Optik: Holz passt zu Landhaus, Gartenhaus und Holzterrasse. Aluminium in Anthrazit oder Weiß passt zu moderner Architektur und Kunststofffenstern.
  • Querschnitte: Holzbalken sind für dieselbe Spannweite deutlich dicker als Aluprofile. Das Dach wirkt massiver und nimmt etwas mehr Licht.
  • Rinne und Entwässerung: Bei Alu-Systemen ist die Rinne Teil des Tragwerks und das Fallrohr läuft im Pfosten. Bei Holz kommt eine eigene Rinne dazu.
  • Bearbeitung: Holz lässt sich vor Ort sägen und anpassen. Aluprofile werden nach Maß geliefert.

Warum wir auf Aluminium setzen

Ein Terrassendach soll viele Jahre stehen, ohne dass Du jeden Sommer auf der Leiter stehst. Deshalb führt terrassen-ueberdachung.SHOP Terrassenüberdachungen aus pulverbeschichtetem Aluminium, mit Eindeckung aus Glas oder Polycarbonat. Wer die Wärme von Holz mag, kombiniert das Alu-Dach mit Holzmöbeln, einer Holzterrasse oder Pflanzkübeln.

Überdachte Terrasse aus Holz: worauf achten?

Wer trotzdem in Holz baut, plant die Statik sorgfältig: Sparrenquerschnitt und Abstand hängen von Spannweite, Eindeckung und Schneelast ab. Auch Holzdächer brauchen Gefälle zur Rinne. Was baurechtlich gilt, ist für Holz und Alu gleich, siehe Baugenehmigung.

Häufige Fragen

Ist eine Holzüberdachung günstiger als Alu?

Das Material ist oft günstiger, dazu kommen aber Anstrich, Pflege und meist mehr Arbeit beim Aufbau. Über die Jahre gleicht sich der Unterschied häufig aus.

Kann ich Glas auf ein Holzdach legen?

Ja, mit passenden Glasauflageprofilen und ausreichend starken Sparren. Glas ist schwer; die Statik muss dafür ausgelegt sein.

Welches Holz hält am längsten?

Unter den heimischen Hölzern sind Lärche und Douglasie die dauerhaftesten, Eiche ist noch dauerhafter, aber teuer und schwer. Entscheidend ist aber die Konstruktion: Holz, das schnell abtrocknet, hält am längsten.

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