Eine Seitenwand für die Terrassenüberdachung macht aus dem Dach einen geschützten Sitzplatz. Sie hält Wind und Schlagregen ab, schützt vor Blicken der Nachbarn und verlängert die Saison bis tief in den Herbst. Die meisten Seitenwände lassen sich auch an ein bestehendes Terrassendach nachrüsten.
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Die Arten im Überblick
- Feste Seitenwand: ein Rahmen aus Aluminium mit Glas oder Stegplatten, fest zwischen Pfosten und Hauswand. Die günstigste Lösung für die Wetterseite.
- Glasschiebewand: rahmenlose Glasflügel aus Sicherheitsglas, die auf Schienen laufen. Offen schiebst Du sie zusammen, geschlossen ist die Terrasse rundum geschützt.
- Keilfenster: schließt das Dreieck zwischen Seitenwand und schrägem Dach. Ohne Keil bleibt oben eine Lücke.
- Kombination: Keil oben, darunter feste Wand oder Schiebewand.
mit Seitenteil: wo sinnvoll?
Ein einzelnes Seitenteil auf der Wetterseite bringt oft schon mehr als erwartet: Bei Westwind bleibt der Tisch trocken, die Kerzen brennen weiter. Wird die Terrasse an einer Seite vom Nachbarhaus begrenzt, schützt eine Seitenwand mit Milchglas vor Blicken. Wer die Vorderseite mit Glasschiebewänden schließt, bekommt einen Raum, der bei Sonne ganz offen ist.
Geschlossene oder Wintergarten?
Eine Terrassenüberdachung mit Seitenwänden und Glasschiebewänden ist kein Wintergarten: Sie ist nicht gedämmt und nicht luftdicht, schützt aber vor Wind, Regen und Laub. Baurechtlich kann eine rundum geschlossene Überdachung anders behandelt werden als eine offene. Kläre das vorher, siehe Baugenehmigung.
Planung
- Pfosten im Lot: Schiebewände laufen nur sauber, wenn Pfosten und Rinnenträger exakt ausgerichtet sind.
- Erst das Dach, dann das Maß: Seitenwände und Schiebewände werden nach dem fertigen Dach ausgemessen.
- Boden: Die untere Schiene braucht einen ebenen, festen Untergrund.
Seitenwände gibt es passend zum Tragwerk aus Aluminium in Anthrazit und Weiß, für Wandanbau und freistehende Dächer.
Häufige Fragen zur Seitenwand
Kann ich eine Seitenwand nachrüsten?
Bei den meisten Systemen ja. Wichtig ist, dass Pfosten und Rinnenträger passende Anschlüsse haben und das Dach im Lot steht.
Welches Glas für Glasschiebewände?
Einscheibensicherheitsglas (ESG), meist 8 oder 10 mm. Es ist bruchfest und zerfällt im Ernstfall in kleine, stumpfe Krümel.
Brauche ich dann noch eine Markise?
Gegen Sonne von oben ja. Seitenwände schützen vor Wind und Regen, nicht vor Hitze. Siehe Sonnenschutz.
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